27. März 2011
FMEA

Zu meinen Arbeitsaufgaben gehört es unter Anderem FMEA (Risikoanalyse) durchzuführen.

Die grundsätzliche Vorgehensweise bei einer FMEA ist folgende:

Als erstes wird festgelegt, welches Ziel die FMEA haben soll: ist es eine Design-FMEA oder eine Produkt-FMEA.

Dann wird die Systemstruktur festgelegt.

Man beginnt mit den Anforderungen, die an das zu erstellende Produkt oder den durchzuführenden Prozess gestellt werden.

Danach wird überlegt, wie das System gegliedert ist, welche Komponten des Produkts oder welche Arbeitsschritte im Prozess notwendig sind, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen. An diesen Komponenten hängen dann Funktionen und weitere Unter-Komponenten mit ihren Funktionen.

Über die Anforderungen und die Funktionen baut man dann den Funktionsbaum auf.

Über die gewünschten Funktionen findet man dann die Fehlerfunktionen. Im einfachsten Fall ist das die Invertierung der gewünschten Funktion, kann aber auch mehrere unterschiedliche Fehler umfassen.

Durch die Verknüfung der Fehler und den resultierenden Fehlerfolgen ergibt sich dann der Fehlerbaum. Dieser ist dann die Grundlage für das Formblatt, in dem die Bedeutung der Fehlerfolge, die Auftretenswahrscheinlichkeit der Fehlerursache und die Erkennungswahrscheinlichkeit der Fehlerursache oder des Fehlers bewertet wird. Im Formblatt werden dann auch Maßnahmen benannt, um das Auftreten des Fehlers zu minimieren oder den Fehler erkennen zu können.

Für die Durchführung einer FMEA gibt es verschiedene Software-Werkzeuge von unterschiedlichen Herstellern. Diese benötigen aber meist die Anbindung an eine Datenbank, was je nach Netzwerkanbindung an den Server die Arbeit eher zäh erscheinen lässt.

Ich habe für mich festgestellt, dass für die Schritte zum Erstellen der Systemstruktur und der Funktionen und daran hängender Fehler ein einfaches Werzeug wie ein Mind-Manager völlig ausreicht.

Ich habe mich für FreeMind entschieden, da dieser kostenfrei verfügbar ist. Freemind unterstützt auch die Ausgabe in ein über XSLT definiertes XML, was die Ausgabe z.B. in HTML oder auch in XML für andere Softwaretools möglich macht.

Hier ein Beispiel einer System-/Funktions-/Fehlerstruktur, erstellt in Freemind:

Freemind unterstützt durch die Möglichkeit eines grafischen Links auch in gewisser Weise das Darstellen der Abhängigkeit von Fehlern (Fehlerbaum):

Bei vielen Fehlern kann das schnell unübersichtlich werden. Aber dadurch, dass man verschiedene Elemente der MindMap einklappen kann, kann man die Übersichtlichkeit wieder gewinnen:

Weiterhin kann man die Mindmap auch als Flash exportieren, so dass sie im Internet zur Verfügung gestellt werden kann und dort interaktiv auf- und zugeklappt werden kann, wie in FreeMind. Aber auch nach HTML kann man exportieren und bekommt dann eine hierarchiche Liste der erstellten MindMap, wobei eingestellte Textfarben ebenfalls exportiert werden:



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Ein Kommentar »

  1. Fängt gut an … und wie geht es dann weiter … wäre schön zu erfahren, wie das Formblatt und der Inhalt dazu aussieht…

    Kommentar by mapoma —