7. Juni 2016
SMA Sunny Boy Wechselrichter über Modbus beobachten

In unserer Photovoltaik-Anlage ist ein Wechselrichter von SMA verbaut, der das Modbus-Protokoll zur Abfrage von Anlagenparametern zur Verfügung stellt.

SMA stellt für dieses Gerät (und andere Geräte mit Modbus) Tabellen zur Verfügung, wo man ablesen kann, an welcher Adresse welche Information zur Verfügung steht.

Für Python gibt es die Modbusbibliothek ‚pymodbus‘.

Mit etwas Tüftelei habe ich eine Python Applikation erstellt, die entweder über ein grafisches Interface bedient werden kann, oder auch von der Befehlszeile (ohne grafische Oberfläche) gestartet werden kann.

Die Applikation kann dann in der grafischen Oberfläche mehrere Momentanwerte darstellen oder auf der Befehlszeile immer einen Wert direkt abrufen.

Außerdem kann man eine Log-Datei angeben, in die man dann in einstellbaren Intervallen die Werte abrufen und in ebenfalls einstellbarem Intervall regelmäßig auf einen Datenträger abspeichern kann.

Für Langzeitüberwachung habe ich dann noch einen Raspberry-Pi 3 unter Raspbian ins Netzwerk eingebunden, wo die Applikation dann regelmäßig dauerhaft die Daten vom Wechselrichter einsammelt. Der Raspberry hängt lediglich an einem 5 V Netzteil, und wird nur übers WLAN administriert.

Unter Raspbian brauchte ich dann noch ein paar Vorarbeiten:

  • die WLAN-Verbindung als Standardverbindung einstellen und automatisch verbinden lassen.
  • das Paket python-dev installieren (aptitude install python-dev)
  • das Python-Paket pymodbus installieren (sudo pip install pymodbus)
  • das Python-Paket docopt installieren (sudo pip install docopt)

Danach lässt sich das Skript ganz einfach mit „python pymodmon.py -i Configfile.ini“ starten.

Die Konfigurationsdatei lässt sich ganz einfach erzeugen indem man zuerst mit „python pymodmon.py“ im grafischem Modus startet und die gewünschten Adressen ergänzt. Diese kann man dann auch gleich testen, ob sie abgefragt werden können. Wenn alle Einstellungen wie gewünscht erstellt sind, kann man die Konfigurationsdatei speichern und dann im Kommandozeilenmodus direkt nutzen.

In der Konfigurationsdatei kann man auch die gewünschte Log-Datei angeben. Wenn diese noch nicht existiert, wird sie erstellt. Wenn sie schon existiert, werden einfach die neuen Daten an der Datei angefügt.

Zu finden ist das Python-Skript unter github.com: https://github.com/transistorgrab/PyModMon

Die Programmoberfläche ist komplett auf englisch gehalten, sollte aber trotzdem auch mit wenig Englischkenntnissen bedienbar sein.

pymodmon_screenshot



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