{"id":187,"date":"2010-04-11T15:06:08","date_gmt":"2010-04-11T15:06:08","guid":{"rendered":"http:\/\/transistorgrab.de\/2010\/04\/11\/radar-abtastarten\/"},"modified":"2010-04-14T22:11:43","modified_gmt":"2010-04-14T22:11:43","slug":"radar-abtastarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/transistorgrab.de\/en\/2010\/04\/11\/radar-abtastarten\/","title":{"rendered":"Radar: Abtastarten"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Radar f\u00fcr verschiedene Anwendungszwecke. Das Radar kam aus der milit\u00e4rischen Anwendung und wurde zur Entdeckung von Flugzeugen entwickelt.<\/p>\n<p>Da verschiedene Informationen \u00fcber die Position eines Flugzeuges nicht mit einem einzigen Radar erfasst werden konnten, waren unterschiedliche Abtastarten erforderlich.<\/p>\n<p>Jede Abtastart h\u00e4ngt auch unmittelbar mit der Abstrahlcharakteristik der Radar-Antenne zusammen.<\/p>\n<p>Die bekannteste Abtastart ist bekannt von den Flughafenradaren. Eine Antenne die sich st\u00e4ndig um sich selbst dreht, also ein <b>rundsuchendes Radar<\/b>. Dieses Radar hat eine Antenne, die sehr breit aber nicht sehr hoch ist. Dadurch wird die Abstrahlung der Antenne in der Breite sehr stark geb\u00fcndelt, in der H\u00f6he aber nur schwach geb\u00fcndelt.<\/p>\n<p>Dieses Radar hat eine hohe Trennsch\u00e4rfe in der Horizontalen, aber eine sehr geringe Aufl\u00f6sung in der Vertikalen. Dieses Radar kann also sehr genau erkennen in welcher Richtung sich ein Objekt befindet, aber nicht in welcher H\u00f6he.<\/p>\n<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n  <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-umlauf.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-umlauf-tm.jpg?resize=250%2C250\" width=\"250\" height=\"250\" alt=\"radar-umlauf.png\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-rundsucher-mit-keule.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-rundsucher-mit-keule-tm.jpg?resize=250%2C250\" width=\"250\" height=\"250\" alt=\"radar-rundsucher-mit-keule.png\" \/><\/a>\n<\/div>\n<p>In bestimmten geographischen Gegebenheiten ist es nicht sinnvoll, ein rundsuchendes Radar einzusetzen, zum Beispiel wenn sich hohe Berge in einer Richtung befinden, wo die Funkwellen durch die Berge abgeblockt werden. Dort setzt man dann ein Radar ein, dass nur einen (Kreis-)Sektor absucht. Die Radarantenne ist genauso geformt wie bei einem rundsuchenden Radar.<\/p>\n<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n  <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-sektorsucher.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-sektorsucher-tm.jpg?resize=449%2C250\" width=\"449\" height=\"250\" alt=\"radar-sektorsucher.png\" \/><\/a>\n<\/div>\n<p>Aus den Eigenschaften des rundsuchenden Radars ergibt sich die Notwendigkeit eines <b>H\u00f6hensuchers<\/b>. Dieses Radar hat eine Antenne, die sehr hoch und schmal ist. Dadurch ist Aufl\u00f6sung in der Vertikalen sehr gut, in der Horizontalen aber sehr gering. Dadurch kann mit diesem Radar die H\u00f6he eines Objektes sehr gut bestimmt werden (\u00fcber den vertikalen Winkel der Antenne). Die Richtung eines Objektes kann aber nur sehr grob bestimmt werden.<\/p>\n<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n  <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-hoehensucher.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-hoehensucher-tm.jpg?resize=222%2C250\" width=\"222\" height=\"250\" alt=\"radar-hoehensucher.png\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-hoehensucher-mit-keule.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-hoehensucher-mit-keule-tm.jpg?resize=281%2C250\" width=\"281\" height=\"250\" alt=\"radar-hoehensucher-mit-keule.png\" \/><\/a>\n<\/div>\n<p>Diese beiden Radarformen reichen aus um ein Objekt in der Richtung und der H\u00f6he bestimmen zu k\u00f6nnen. Es gibt noch ein paar weitere Abtastarten, die vor allem darauf abzielen, Objekte zu verfolgen. Zum Suchen der Objekte wird also ein Radar f\u00fcr die Rundumsuche und ein Radar f\u00fcr die H\u00f6henbestimmung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Wenn ein Objekt genauer verfolgt werden soll, gibt es Radars, die eine allseitig scharf geb\u00fcndelte Abstrahlung haben. Diese Abstrahlungsart wird im Englischen als &#8220;pencil beam&#8221; bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Antenne f\u00fcr ein solches Radar ist wie die typische &#8220;Satellitensch\u00fcssel&#8221; geformt, also eine runde Antenne mit stark ausgeformtem Reflektor.<\/p>\n<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n  <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-zielverfolger.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-zielverfolger-tm.jpg?resize=294%2C250\" width=\"294\" height=\"250\" alt=\"radar-zielverfolger.png\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-zielverfolger-mit-keule.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/transistorgrab.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/radar-zielverfolger-mit-keule-tm.jpg?resize=104%2C250\" width=\"104\" height=\"250\" alt=\"radar-zielverfolger-mit-keule.png\" \/><\/a>\n<\/div>\n<p>Die Bewegung der Antenne w\u00e4hrend der Abtastung kann verschieden erfolgen. Es gibt Radars, die eine kreisf\u00f6rmige oder spiralf\u00f6rmige Abtastung eines kleinen Bereiches machen. Andere haben verschiedene Strahler auf der gleichen Antenne angeordnet, die dann nacheinander durchgeschaltet werden.<\/p>\n<p>Das Funktionsprinzip ist dabei immer das gleiche: Die Antenne wird so nachgef\u00fchrt, dass sich das Ziel immer im Zentrum des Abtastbereiches des Radars befindet. Aus der Position der Antenne kann dann die Richtung und H\u00f6he des Ziels errechnet werden. Die Entfernung wird aus dem reflektierten Signal errechnet.<\/p>\n<p>Moderne (milit\u00e4rische) Radaranlagen basieren nicht mehr auf sich bewegenden Radarantennen. Dort wird durch elektronische Beeinflussung (Phasenverz\u00f6gerung) vieler kleiner Antennenstrahler eine Bewegung der &#8220;Radarkeule&#8221; im Raum erzielt.<\/p>\n<p>Diese Radars haben eine gro\u00dfe, flache Antenne, die auf Grund der Phasenverz\u00f6gerungstechnik und der vielen kleinen Antennenstrahler als &#8220;Phased Array&#8221; bezeichnet werden. Diese &#8220;Phased Arrays&#8221; bieten weiterhin den Vorteil, dass nur noch eine Radaranlage erforderlich ist, da mehrere verschiedene Abtastungen gleichzeitig durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dadurch dass diese Arrays starr montiert sind, haben sie nur einen begrenzten Winkel, den sie abtasten k\u00f6nnen. Um diesen Nachteil zu beheben, m\u00fcssen mehrere Arrays aufgestellt werden, wenn eine 360\u00b0 Abdeckung erreicht werden soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Radar f\u00fcr verschiedene Anwendungszwecke. 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